Die “Freunde der Erziehungskunst” oder so (ich dachte die heißen Walldorf, aber scheint alles ein Laden zu sein) vermitteln durch ihr FSJ Programm Junge Menschen an die Community, in der ich zur Zeit lebe. Schlappe 2000 Euro hätte es mich/meine Mutter gekostet, wenn ich hier mit den “Freunden” ein offizielles FSJ gemacht hätte.
Man fragt sich jetzt wohl, wo ist denn der Unterschied zwischen nem “offiziellen” und einem “inoffiziellem” FSJ - geht´s nicht darum was Soziales zu machen?! Die Antwort lautet: Geld! und den Staat interessiert es nicht was du machst, solange du keine “amtlich beglaubigte Bescheinigung von einer deutschen Trägerschaft” auf den Tisch legen kannst.
Heißt für mich, dass ich kein Kindergeld bekomme, weil ich keine “amtlich beglaubigte Bescheinigung einer deutschen Trägerschaft” habe. Sind immerhin auch 154 Euro im Monat und ich wollte neun bleiben.
Naja wenigstens habe ich ne gute Tat geleistet, meine Mum hat 2000 Euro gespart der Staat 1386 ( sind immerhin 2,772 Konjunkturgutscheine zu je 500 Euro). Mein Bruder hatte mir übrigens mal gesagt, dass es schwierig sei Ironisch zu sein - wer es also nicht gemerkt hat: Der vorhergegangene Satz war Ironisch.
Durch den Spaß mit dem Kindergeld geht mir nämlich ein neues Notebook flöten. Ich hab zwar Geld für eins, will mir aber auch hier und da was für meine Studentenbude kaufen. Da guckst du dir Monate lang die Augen wund, vergleichst Dell mit Lenovo rauf und runter, hast am Ende 2-3 Modelle zu Auswahl, und schwup - KEIN KINDERGELD!
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Als ich angefangen habe, über ein soziales Engagement im Ausland nachzudenken, habe ich mir nie Gedanken darüber gemacht, dass ich Probleme mit meinem Umfeld bekommen würde. Ich hatte nie Scheu davor mit Menschen in Kontakt zu treten, Freundschafften zu schließen und Meinungen auszutauschen. Zudem ging ich immer davon aus, dass junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 22, welche ins Ausland gehen um ihren Dienst abzuleisten oder aus eigen Interesse soziale Projekte besuchen, ein Typ Mensch ist, der aufgeschlossen, interessiert, kommunikations- und diskusionsfähig ist.
Entweder ist der Ort an dem ich mich nun befinde und den damit verbundenen Menschen der Gegenbeweis, oder, was ich stark hoffe, eine Ausnahme der Regel!
Dass man in einer Gemeinschaft auf viele unterschiedliche Charaktere trifft, mit vielen Leuten auf engstem Raum zusammenarbeitet und -lebt, sagt das Wort “Gemeinschaft” ja schon selber. Darin sah ich aber keinen Grund besorgt zu sein, als ich nach England geflogen bin. Vielmehr, dass ich mit Behinderten Menschen zusammen arbeiten muss.
Doch dass im Leben vieles anders kommt als gedacht, daran wurde ich nach einigen Tagen erinnert. Nun habe ich mit dem Hintern Abwischen ( was nur ein Bruchteil meiner Arbeit darstellt) weniger Probleme, als bei dem Umgang mit den anderen Co-Workern. Nur als Randnotiz: Jemanden den Hintern abzuwischen ist nicht schwer und auch nur halb so ekelig, wie es sich der Großteil junger Menschen vorstellt.
Was ist also mein Problem? Ganz eindeutig die Anderen. Klingt simpel - zum Glück ist es das manchmal aber auch! …weiterlesen…
Letzter ist scheiße!
Als Letzter ins Team gewählt zu werden, als Letzter die Ziellinie überqueren, als Letzter den Witz oder überhaupt was verstanden zu haben…
Letzte ist auch scheiße!
Der letzte Keks, der letzte Schluck, der letzte (Ferien)Tag, der letzte Kuss, der letzte Gedanke, obwohl letzteres auch manchmal ganz positiv sein kann…
All zu oft verbinde ich und wähne mich da nicht ganz alleine mit jeglicher Bedeutung des Wortstammes “letzte” etwas ernüchterndes, erniedrigendes, entäuschendes oder wehmütiges. Sogar der letzte Schultag ist nicht ganz positiv. Nicht dass ich zu betrunken war, obwohl ich es vielleicht doch war, aber ich vermisse die Schule - ehrlich!
Doch zu meiner eigentlichen Story…
Uns Zivis steht in meiner Community in England ein Auto zu Verfügung. Da wir hier am berühmten Arsch der Welt leben, ist dies allerdings auch unabdingbar, um gelegentlich in die urbane Zivilisation zurückzukehren. Und selbst mit einem Auto ergeben sich da schon einige Probleme, da wir 15 Co-Worker sind und jeder das Bedürfniss verspürt den ein oder anderen Tag einfach raus zu kommen, um Menschen und Geschäfte zu sehen, anstatt Schafe und Schäunen.
Es gab bessere Zeiten, in denen früheren Co-Worker Generationen drei Autos zur Verfügung standen. Doch das war mal, denn die Mischung aus ländlichen Straßen und übermotivierten/unerfahrenen Fahrern bringt bisweilen noch jedes Auto an seine Grenze und darüber hinaus. …weiterlesen…
Ich hab mir dieses Jahr bei einem bekannten deutschen Elektronikhandel einen iPod Touch (8Gb) gekauft.
Mir fiel an einem späten Sommernachmittag auf dem Weg vom Freibad nach Hause ein, dass ich noch einen Mp3 Player brauchte, bevor ich mich in die große weite Welt begebe. So stieg ich bei 30°c in meine unklimatisierte Karre und fuhr in die Stadt.
In dem Laden angekomme musste ich erstmal 10 Minuten nach Mp3 Playern suchen, da einfach alles umgeräumt wurde. Die Kühlschränke standen, wo ich früher die DVD Sonderangebote durchforstet habe und die Mp3 Player waren letzendlich dort, wo Frauen früher Foltergeräte namens Epilierer verglichen haben. Naja ich bin ehrlich! Bei mir hat die Strategie gewirkt - ich werd mir irgendwann nen Kühlschrank mit Fernseher , Wasser- und Eisspender zulegen, die Teile sind schon verdammt heiß!
Aber zurück zu meinem eigentlichen Ziel! Ich stand also vor den ganzen Mp3 Playern, sah mir den iPod Touch an und war schon recht angetan. Schnieke ist das Teil ja und wie ich hinterher festgestellt habe, auch verdammt stabil!
274 Euro sollte der Spaß mich kosten, aber der Elektromarkt hatte eine Rabattaktion von 25% auf alle Elektronikartikel über 200 Euro. Die 25% kamen zu stande, da die Fußballnationalmannschaft im VIERTEL Finale der EM stand. Sind gar nicht so blöd die Leute von dem Laden. Obwohl, letztendlich entsprechen sie ihrem Werbeslogan doch nicht so ganz, denn mein Verkäufer war schon nen bisschen blöde oder zumindest ne Niete in Mathe, was mich aber erfreuen sollte. …weiterlesen…
This is the last day we´re friends!
Mit diesem Satz wurde ich heute von unserem fußballfanatischem Hausmeister empfangen.
Es ist also mal wieder angerichtet: Deutschland empfängt heute Abend das Team aus England im Berliner Olympiastadion. Zumindest das was von dem englischen Team übergeblieben ist. Denn als ich heute in “the guardian” auf die Sportseite blätterte, empfing mich die Überschrift: “Walcott joins Capello´s long casualty list”. Wer Walcott nicht kennt, dem sei gesagt, dass er Englands neuer 19jähriger Wunderspieler ist, welcher in einem der vergangenen WM-Qualispiele gleich drei Buden für England gemacht hat. Er ist neben so großen Namen wie Rio Ferdinand, Rooney, Ashley und Joe Cole, Steven Gerrad und Frank Lampard also nicht dabei.
Wenn ich mir so die vorraussichtliche Aufstellung der Engländer angucke bin ich erschüttert. Ich kenne gerade einmal den Torwart James, den Abwehrspieler Terry und den Stürmer Defoe. Oder habt ihr schonmal was von Downing (Fußballspieler nicht “Number 10″;-), Bent, Young oder Davies gehört? Man kann diese Truppe nicht einmal mehr als Englands B-Team bezeichnen.
Es fehlen große Namen in einem großen Spiel. Doch selbst das wird der Euphorie keinen Abbruch tun. Deutschland gegen England ist ein Klassiker. So wundert es auch nicht, dass das Olympiastadion ausverkauft ist, wo selbst Deutschland nicht gerade seinen besten Kader auf den Rasen schicken wird.
Ich fieber dem Spiel heute Abend entgegen und werde es mir daher mit einer Dose Bier (ja in England gibts noch Dosenbier) anschauen und darauf hoffen, dass der Jubel von uns deutschen Zivis in unserem kleinen englischen Dorf deutlich wahrgenommen wird und ich morgen unserem Hausmeister mit einem breiten und ein wenig herablassenden Lächeln begrüßen kann.
GO GERMANY!
Die Community in der ich mein Fsj verbringe und arbeite besteht aus vier Häusern. In drei der Häusern leben Behinderte (wir nennen sie “Residents” oder “people with special needs”) mit ihren Co-Workern, also Zivis oder Freiwilligen zusammen. Außerdem hat jedes dieser Häuser einen Senior Co-Worker. Dies sind junge Erwachsene, die entweder durch jahrelanges Arbeiten mit Behinderten, oder durch ihre berufliche Ausbildung mehr (oder auch weniger) Erfahrung mit sich bringen. Ihre Aufgabe besteht darin, uns bei der Arbeit mit unseren Residents beratend zu Seite zu stehen, oder Notfalls selber einzuspringen. Auch sollten sie das Haus am laufen halten, das heißt Lebensmittel ordern und andere Dinge des täglichen Bedarfs.
In dem vierten Haus leben nur Co-Worker, da in den anderen nicht genügend Schlafplätze vorhanden sind, um alle unterzubringen. Alle Häuser sind rein optisch ganz normale Wohnhäuser und auch genauso ausgestattet. Natürlich sind hier und da ein paar behindertengerechte Geräte und Bauten vorgenommen worden, aber im Groben und Ganzen sind es Wohnhäuser. Die Häuser die unsere Residents ihr zu Hause nennen.
In unserer Gemeinschaft Leben wir mit schwerbehinderten Menschen zusammen - von Autismus über Epilepsie bis zum Mondscheinsyndrom sind viele geistige und körperliche Behinderungen vertreten. Alle Residents sind im jüngeren Alter zwischen 25-35 Jahre. Keiner davon ist an den Rollstuhl gefesselt oder gar an sein Bett, wenngleich der Großteil doch in ihren Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt ist.
Wir begleiten sie den ganzen Tag, helfen ihnen bei ihren Bedürfnissen, beschäftigen sie mit verschiedenen Tagesaktivitäten (Spazieren gehen, Malen, Schwimmen etc.), kochen für sie und halten ihre Häuser in Schuss! …weiterlesen…
Ich befinde mich immoment in England und leiste ein FSJ ab. Wie ich an diesen Ort und in meine Community gelangt bin möchte ich hier ausführen.
Wie schon in meinem Eingangsartikel zu der Kategorie “Mein Leben” erwähnt, habe ich meinen Schulabschluss zu Ende gebracht und wollte ein Freiwilliges Soziales Jahr machen. Dafür habe ich mich bei der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste beworben, welche Jugendliche aus Deutschland in alle Welt an Sozialeinrichtungen vermittelt. Meine beiden Brüder sind mit der genannten Organisation nach England bzw. Tschechien vermittelt worden und haben dort ihren Zivieldienst abgeleistet. Für sie war es sicherlich ein prägendes und lehreiches Jahr in dem sie viele Erfahrungen gesammelt haben. Daher bewarb ich mich auch an gleicher Stelle-und wurde abgelehnt.
Die Absage erhielt ich Ende Dezember 2007 also blieb mir noch genügend Zeit eine Stelle zu finden, die ich nach dem Abi im July 2008 antreten wollte.
Ich habe ein Motivationsproblem bis ich ein Zeitproblem habe.
Wieviel Warheit man in lustigen, so daher geplapperten Sprüchen findet.
Mein Motivationsproblem wurde in der Sekunde zu einem Zeitproblem, als der letzte Restalkohol nach meiner Abifeier von meinem Körper verarbeitet war. Ich war kein Schüler mehr, hatte mich aber auch noch nicht um meine Zukunft gekümmert. …weiterlesen…
Als ich mich nach meinem Abi fragte, was willst du machen, war meine Antwort: Das wofür jede Bewerbungsfrist schon abgelaufen ist! Verdammt wollte ich das eine Jahr nach dem Abi doch nutzen um rauszukommen. Raus aus Deutschland und hinein ins Vergnügen - und das wollte ich dann mit etwas Sozialem verbinden. Auf deutsch ich wollte ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) machen, da ich vom Wehrdienst freigestellt wurde.
Ich war mit 16 für sechs Wochen alleine in Namibia. Nicht eine dieser pauschal Reisen, ohne Organisation nur durch Kontakte meines Vaters. So führte es mich an Plätze wo der Urlauber mit Sandalen, weißen Tennis Socken und Kamera um den Hals nicht hinkommt. Ich fuhr einen Tag mit der Chefin einer Entwicklungsorganisation durch die Elendsviertel Windhoeks und an diesem Tag wuchs in mir die Idee nach dem Abitur ein Jahr etwas Soziales zu machen. Ich wollte und will der Welt immer noch etwas zurück geben, da ich so bevorzugt behandelt werde.
Wir können uns den Alltag von Menschen nicht vorstellen die ohne fließend Wasser, Strom und mit löchrigen Wellblechdächern leben müssen. Ich kann es mir immernoch nicht vorstellen obwohl ich es mit eigenen Augen gesehen habe. …weiterlesen…
Einfach ist es nicht einen vernünftigen Einstieg in die Welt des Internets zu finden-obwohl wenn man es von Myspace oder StudiVz aus sieht schon. Ein paar Freunde in seine Liste hinzufügen und schon hagelt es Wilkommensgrüße.
Aber ich rede vom wahren Internet. Mein Bruder ruft mich gestern unerwarte an, nennt mir einen Link, ein Passwort und schwups hatte ich einen Blog am Hals. Man bekommt in 10 Minuten einen Crashkurs was man machen und was man am besten nicht machen sollte, wo man Artikel schreibt und wie man seinen Blog verwaltet, wo man sich anmeldet um gehört zu werden - und dann ist das Telefonat zu Ende. Und da steht man nun mit Gefühlen zwischen Euphorie und Verzweiflung. Nicht das ich keinen Blog wollte, aber wollen und haben sind bekanntlich zwei unterschiedliche Sachen. Und so fragt man sich dann:
Was soll ich schreiben? Zu welchen Kategorien kann man durchgehend etwas schreiben? Was interessiert und was nicht? Kann ich überhaupt schreiben? Worüber schreibt man zuerst?
Und so ist es gar nicht einfach seinen ersten Artikel abzuliefern und wenn man dann fertig ist, weiß man nicht sorecht was man davon halten soll. Ändert hier und da etwas und hofft, dass er wenigstens nicht peinlich ist. Und ganz ehrlich ein bisschen vermisst man sie doch, die albernen Wilkommenskommentare von Myspace und Co.
Aber man möchte sich unterscheiden und eine andere Richtung einschlagen, man versucht sich selbst gerecht zu werden, an den eigenen Schreibqualitäten zu feilen und endlich was sinnvolleres auf die Beine zu stellen! Auch will ich mit der Zeit Antworten auf die oben gestelten Fragen finden, neue Fragen aufwerfen und wiederum neue Antworten finden.
Und so möchte ich meine zweite Kategorie eröffnen, die mich hoffentlich ein Stück weiter führt.
“Mein Leben”
Es werden Artikel über meine Zeit in England folgen, Geschehnisse werden verarbeitet und niedergeschrieben. Lustiges, trauriges was auch immer, Mein Leben halt.
Das letzte Rennen der Formel 1 Saison 2008 ist vorüber und die Welt hat einen neuen Sporthelden-Lewis Hamilton! Er ist der jüngste und erste farbige Weltmeister in der Geschichte der Formel 1 und beschert England den ersten Formel 1 Titel seit Damon Hill (1996) .
Im zweiten Anlauf im erst zweiten Jahr seiner Formel 1 Karriere darf sich Hamilton nach dem Rennen ins Sao Paulo die Krone des Motorsports aufsetzen in der Gewissheit die gesamte Rennfahrer Elite hinter sich gelassen zu haben und das gerade einmal mit 23 Jahren 10 Monaten und 26 Tagen.
Doch was war das für ein Rennen! Alles war vorbereitet für ein Herzschlag Finale. Hamilton führte mit 7 Punkten Vorsprung vor Massa. Massa holt sich die Pole und Hamilton startet “nur” von Platz 4, welcher ihm zwar im Falle eines Massa Sieges reichen würde aber trotzdem nicht die ideal Position ist um einen Weltmeistertitel zu erobern. Desweiteren wurde Regen vorhergesagt und kurz vor Rennbeginn schüttet es aus allen Wolken, sodass der Start um 10 Minuten nach hinten verlegt wurde
Vieles erinnerte an letztes Jahr, als Raikkönen Hamilton den festgeglaubten Titel im letzten Rennen an selber Stelle noch aus der Hand riss, nur das Ferrari seinen Protagonisten wechselte.
So hieß das Finale 2008 Massa (Ferrari) vs. Hamilton (McLaren) …weiterlesen…