Faulenzen in der australischen Sonne, lässig am Haus eigenen Pool hängen und jeden Abend einen wunderschönen Sonnenuntergang von der Verande genießen - dafür in einem halben Jahr umgerechnet 78.000 Euro einstreichen? Hört sich zu schön an um wahr zu sein. Doch das ist es anscheinend oder ein perfekter Werbegag seitens des Tourismusamtes in Queensland.

Dieses sucht nämlich bis zum 22 Februar einen Island Caretaker, der auf einer Insel im Great Barrier Reef eine Villa bewohnt und zu Werbezwecken regelmäßig Blogeinträge tätig und Bilder schießt.

Wer die Seite mit den Bewerbungsunterlagen findet, darf sie freundlicher Weise in einem Kommentar nachreichen - ich wäre nämlich nicht ganz abgeneigt! Ich würde mich schon zufrieden geben, unter die letzten 11 zu gelangen, selbst die werden auf die Insel eingeladen. Und ganz ehrlich mehr würde mir meine helle Haut sowieso nicht verzeihen. Denn von einer Sonnencremeflatrate war nicht die Rede.

Die Beweggründe warum ich mein FSJ abgebrochen habe, lege ich in dem Artikel Zurück zum Hotel Mama da. Doch die Tage vor der Abreise selber, sind es wert einen eigenen Artikel zu erhalten.

Dann war es soweit: “We want you to leave latest at the 15th of january ´cause we need your room!”
Ich war so empört, dass ich nichts mehr sagte und verständnisvoll nickte. Selbstzufrieden fügte sie hinzu, dass sie einen Neuen für mich hätten.
Als ich realisierte, gerade mehr oder weniger rausgeworfen worden zu sein,….

….folgte sehr schnell der Entschluss, dass es das letzte Mal sein sollte, dass mir ans Bein gepinkelt wurde. Da ich die Menschen nicht ändern konnte, lag es nahe die Ferne zu suchen. Ich war von dem Gedanken befangen, mein FSJ abzubrechen und nach Hause zurückzukehren. So sollte mir es gerade recht kommen, dass ich sechs Tage später sowieso nach Deutschland fliegen wollte, um meinen verdienten Weihnachtsurlaub antzutreten.
Dass ich den Flieger nicht genommen habe, liegt daran, dass die Billigflugunternehmen horrende Summen für Übergepäck veranschlagen. Da ich mit 30 Kilo Marschgepäck aufwarten konnte, war dies definitiv eine zu teure Variante. Ich wollte mich doch nicht selber bestrafen!

So musste eine andere Lösung her. Pakete schicken? Ne, dauert zu lange zudem auch nicht gerade billig.

Dem Ölpreisverfall sei Dank, fiel die Wahl auf das Auto. Ich kam auf das Angebot eines Freundes zurück, mich aus England abzuholen. Was ich nicht bedacht hatte, waren die Fährkosten. Denn mit Preisen von 170 Euro von Calais nach Dover und zwar nur von Calais nach Dover, hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. So musste ich wohl doch noch sechs Tage warten, um die Biege zu machen. Warum musste ich auch auf einer Insel gelandet sein!?

Doch dann überbrachte mir ICQ doch noch eine frohe Botschaft: Ich hab hier gerade zwei Fahrten für jeweils 30 Okn gefunden!

Ich habe meine Kredikarte so schnell gezückt, dass selbst Luky Luke blaß geworden wäre. Ein ein paar Klicks und die Tickets für die Fähre waren gebucht. Am 15 Dezember 08 sollte mein FSJ beendet sein. Dreieinhalb Monate von ursprünglichen neun. Dumm gelaufen! …weiterlesen…

Ich dachte eigentlich, dass es nach England ganz gut laufen wird. Erst stünde Weihnachten vor der Tür, meine Freundin ist da und wenn sie weg sein würde, wollte ich die Bekümmertheit in Motivation umwandeln, um einen Praktikumsplatz zu finden…liest sich doch alles ganz gut!
Ich habe sogar in meiner Motivation nach meiner ersten Nacht in meinem Bett morgens im Bademantel meinen Schrank nach gut zwei jahren repariert. Muss ein Bild für die Götter gewesen sein - ich im Bademantel mit Bohrschrauber, Hammer und anderem Werkzeug im Anschlag.

Doch nun ist meine Freundin weg und mit ihr die Motivation. An sich wollte ich loslegen; hinaus in die Welt und sie in meinen Besitz nehmen…hat nicht so ganz geklappt!
Aber wie soll ich auch die Welt in Besitz nehmen oder sagen wir es mal etwas realistischer, was vernünftiges auf die Reihe bekommen, wenn ich das noch nie in Eigenleistung geschafft habe? Ich geb doch schon auf bevor ich angefangen habe. Immoment geht meine Laune rauf und runter mit den Besucherzahlen meines Blogs. Und die Zahlen gehen echt rauf und runter, obwohl das Rauf nicht so hoch ist, wie das Runter tief. Meine Güte ich tu mir fast schon Leid. Nein, ich tue mir Leid!
Warum hat man mich denn nicht mal fallen lassen, warum wurde mir immer aus der Patsche geholfen? Irgendwie ist selbst diese Frage ein Armutszeugnis meiner Selbst, wenn ich die Menschen anklage, die mich unterstützt haben. Ich könnte kotzen!

Eigentlich sollte jetzt einer neben mir stehen und eine Ohrfeige verpassen.

Aber ich werde mich auraffen, gleich morgen. Ich werde mir einen Plan machen, nicht zu viel nicht zu wenig und ich werde ihn einhalten. Es kann doch nicht so schwer sein Din A4 Zettel zu falten, in einen Umschlag zu packen, adressieren und frankieren. Und dann werde ich sie in den Briefkasten werfen. 100 Meter muss ich laufen. Mal gucken ob ich renne.

Und danach? Lieber nicht in Selbstzufriedenheit verfallen, sonst muss ich noch mehr solch ekeliger Artikel schreiben.

Drückt mir die Daumen!

Offene Berichterstattung oder gar Erotik zählen nicht zu den Eigenschaften von AlAqsaTV. Ist dieser doch der eigene, zu Propagandazwecken genutzte, Sender der radikal islamistischen Palästinensergruppe Hamas. Nicht erst seit Beginn des neuerlichen Konfliktes im Gaza-Streifen zwischen Hamas und Israels Streitkräften, wird dieser Sender genutzt um den Hass gegen Israel zu schüren.

Doch in der Nacht auf Donnerstag unterlief dem Sender eine Panne, welche der übrigen Welt einen eindrucksvollen Beweis für die verfälschte Ideologie der Hamas liefert. Aufnahmen eines Striptease wurden über zwei Minuten lang ausgestrahlt. Dabei gelten jegliche Erotik oder Blöße, laute Musik und Tanz unter Hamas Anhängern als unverzeihbare Sünden.

Ein AlAqsaTV Techniker schaltete während einer Übertragung von nächtlichen live Bildern aus dem Gazastreifen, auf einen polnischen Erotiksender. Das Satelitensignal erstezte die laufenden Aufnahmen und so wurde für die Hamas aus der alltäglichen Propagandashow ein hausgemachtes Desaster.

Der Spiegel Online kommentiert den Vorfall passend mit: So wurde die Welt Zeuge von der Doppelmoral einiger selbst ernannter Gotteskrieger.

Dass Kate Winslet immer wieder halb nackt durch ihre Filme huscht, sollte sich langsam herumgesprochen haben. Immerhin verspürte sie in einem drittel ihrer Filme den Drang sich auszuziehen. Um so mehr verwundert es, dass Kate nach sehr freizügigen Nackt- und Sexszenen in Der Vorleser, Titanic etc. bei ihrem neusten Film Zeiten des Aufruhrs, gerade hierbei Probleme sieht. Und das vor ihrem Schauspielkollegen Leonardo DiCaprio, der ihren nackten Körper aus dem preisgekrönten Meisterwerk Titanic noch genaustens kennen sollte.

Doch viel interessanter als Winslets Körper, sollte sich der bereits angesprochene Film Zeiten des Aufruhrs (Kinostart: 15. Januar 09) gestalten. Kann man von Oscar-Regisseur Sam Mendes, welcher Winslets Ehemann ist und auf welchen sich die Querelen mit der Sexszene zurückführen lassen, nach Filmerfolgen wie Road to Perdition und American Beauty doch einiges erwarten.

Die Story des Filmes, welche auf dem Bestseller Revolutionary Road des Autoren Richard Yates beruht, spielt im Conneticut der 50er jahre. …weiterlesen…

Ich bin wieder zu Hause. Nein, nicht nur zu Besuch, ich bin aus England abgereist und habe auch nicht vor, in die Gemeinschaft zurückzukehren. Ich habe schon in Artikeln über mein FSJ kritische Töne aufblitzen lasse, ich war in dem Laden einfach nicht zufrieden. Es war keine bestimmte Situation oder Gegebenheit die mich störte, sondern alles zusammen. Und am Ende war es der berühmte letzte Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte.

Es störte mich nicht, dass wir kein Auto mehr hatten! Es störte mich, dass wir kein Auto mehr hatten, am Arsch der Welt wohnten, man uns jede Woche ein neues Auto versprach (aber keins bekamen), wir nur einen freien Tag in der Woche hatten und wenn wir was unternehmen wollten, auf Seniors oder Manager angewiesen waren, um zur Bushaltestelle zukommen mit ihnen aber nur spontan rechnen konnte, dann eine Stunde an der Bushaltestelle saßen, weil wir mal wieder zu spät gebracht wurden, danach 2-3 Stunden im Bus verbrachten.
Es störte mich auch nicht, dass wir statt 12 Stunden plötzlich 13-15 Stunden pro Tag arbeiten mussten! Was mich störte war, dass wir 13-15 Stunden arbeiten mussten und dafür keinen Cent mehr gesehen haben, unser Kühlschrank regelmäßig am Ende der Woche Ebbe an Grundnahrungsmittel aufwies, das Internet nicht richtig funktionierte, wir Telefonkarten benutzen mussten, welche mich selten nach Deutschland durchstellten, ich kein einiziges Mal in meinen dreieinhalb Monaten ausschlafen konnte und es im Haus arschkalt war.

Doch das wirklich Schlimme waren die menschlichen Qualitäten unserer Manager (sind übrigens zwei Frauen die sich nicht verstehen, aber so tun als ob) und Senior Co-Worker. Es war schon fast bewundernswert wie sie eine Doppelmoral aufrecht erhalten konnten und dabei so selbstgefällig und überzeugend ihre Personen vertraten. Von dir wurde etwas erwartet, was sie selber nicht einhalten konnten oder wollten. Sie waren überzeugt von sich und ihrem Handeln. Schafften es, Regeln aufzustellen, sie eine Sekunde später zu brechen und dir danach die Schuld in die Schuhe zu schieben. …weiterlesen…

X-Factor ist das englische “Deutschland sucht den Superstar” - nur um Klassen besser. In der Sendung schaffen sie es Menschen auftzutreiben, welche singen können und eine Karriere starten, welche über die neue Castingauflage hinausgeht, dabei denke ich an Will Young und Leona Lewis.

Das diesjährige Finale gewann Alexandra Burke, dem Schützling von Cheryl Cole. Wir werden sehen, ob sie demnächst auch in den deutschen Charts als neuer Superstar auftaucht. Das Potential dazu hat sie zumindest, auch wenn sie mir nicht sehr sympatisch ist und an chronischer Nervenschwäche leidet.

Ein schlagartiger Über- bzw. Befall der etwas anderen Art, hat mich vor einigen Tagen aus meiner “ich chill aufm Boden vorm Fernseher” Haltung gerissen. Ich lieg also aufm Boden, höre einen lauten Nieser und keine Sekunde später ergießt sich ein feuchter Regen über meinen Nacken. Du schaust auf und dich guckt eine grinsend, versabberte, behinderte junge Frau an, als Reaktion ertönt natürlich ein lautes “F***” aus meinem Mund.

Die Reaktion darauf ließ auch nicht lange auf sich warten: “No swearwords in front of the residents.”

Ich sollte echt erst denken und dann sprechen - Dumm gelaufen!

Ich mochte Schullektüren eigentlich selten, sie waren mir zu trocken, wirklichkeitsfremd oder wenn der Inhalt stimmte, wollte ich das Buch spätestens nach der fünften Interpretation nicht mehr sehen. Dies ist wohl auch der Grund warum ich die wenigsten vollständig gelesen habe, einige Bücher würde ich sogar noch als Neu bezeichnen, da ich sie augenscheinlich nicht einmal berührt habe.

Doch Bernhard Schlinks Roman Der Vorleser, war etwas womit ich mich gerne beschäftigt habe. Es war eine der wenigen Schullektüren die ich vor drei Monaten, als ich mein Zimmer von meiner Schulsammlung befreit habe, nicht in die Tonne gehaun habe. Es war das erste Buch, indem ich mich mit dem Hauptdarsteller Michael Berg indentifizieren konnte. Mag auch daran gelegen haben, dass es das erste Schulbuch war, welches geschrieben wurde, als ich schon gelebt habe!

Da ich mich wirklich mit dem Buch (gerne) auseinander gesetzt habe, bin ich auf den Film Der Vorleser (Originaltitel: The Reader), auf Bernhard Schlinks gleichnamigen Roman basierend, gespannt. Bisher konnte ich Menschen nicht so recht verstehen, welche sich nach einem guten Film echauffiert haben, dass dieser nicht vergleichbar mit dem Buch ist und sie im Endeffekt enttäuscht sind. Meine Lesefaulheit hat mich davor immer verschont, daher gab es für mich ein guten oder einen schlechten Film, basta!

Vielleicht wird sich dies mit der Roman Verfilmung ändern.

Die Besetzung lässt Großes erwarten, denn keine geringere als Kate Winslet (Titanic) spielt Hanna Schmitz. Dem Buch nach werden den Zuschauer viele Sex- bzw. Nacktszenen erwarten …weiterlesen…

Meine Freundin war vor kurzem bei mir zu Besuch und fragte mich:”Warum liegen wir eigentlich immer auf dem Bett, wenn wir in deinem Zimmer sind?” Ganz ehrlich, ich hab selber erstmal grübeln müssen. Doch nach ausgiebigem Betrachten meines Zimmers fiel es mir wieder ein - mein Zimmer ist 6 Quadratmeter groß, wovon mein Bett eben schon ein Drittel einnimmt.