Es reicht!
Bei der Haute Couture Modeschau von Chanel in Paris, die dummerweise zeitgleich mit den “Feierlichkeiten” zu Michael Jacksons Tod im Staples Center in L.A. abgehalten werden, wird eine gut betuchte Dame befragt, wie sie zu Michael Jacksons plötzlichem Tod steht. Sie schaut mit ihrer starren Miene, Botox sei Dank, in die Kamera und deutet auf ihre natürlich Faltenfreie Augenlider und sagt: Ich habe eine kleine Träne vergossen, genau hier!
Scheiße, ja und!? Wenn interessiert das bitteschön noch? Wir sehen jeden Tag, in jedem TV Sender, der sich die Rechte an kurzen Aufnahmen von trauernden Menschen auf der ganzen Welt leisten kann, wer wie, wo, und warum traurig über Michael Jacksons Tod ist und das zum Ausdruck bringt. Dass noch keiner auf die Idee gekommen ist zu Ehren des King of Pop eine Flagge mit dessen Antlitz auf dem Mount Everest oder am Nordpol zu hissen, verwundert da schon.
Ich meine ich habe nichts gegen Michael Jackson, er war unbestritten einer der größten Musik Künstler unserer Zeit, auch wenn es nicht die Art Musik ist die ich jeden Tag auf meinem iPod höre. Doch ich finde der Tod eines Menschen darf nicht so medial und profitgeil ausgeschlachtet werden. Wäre Michael Jackson nicht so ein introvertierter und sonderlicher Mensch gewesen, um den sich die irrsten Vermutungen drehen, würde es heute doch schon kein Schwein außer der wahren Fans mehr kümmern, dass er tot ist!
So aber schlachtet die Presse jedes kleinste Geheimnis aus Jackos Leben aus, ohne wirklich neue Erkentnisse vorzuweisen. Es werden einfach alte Aufnahmen mit ein paar neueren Bildern auf denen Jackos Leichnam hin und her gekarrt wird zusammengeschnitten und schon kann man eine Sondersendung über Michael Jackson ausstrahlen - und das jeden Tag. Ganz dem Motto: Just bad news are good news!


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