Eine Woche Cambridge
Eine knappe Woche war ich jetzt bei meiner Freundin in Cambridge/England und wir haben es geschafft einen Mix aus Gammeln und Beschäftigung zu finden, um eben nicht zu vergammelt zu sein aber auch nicht überbeschäftigt, da es ja keine anstregende Woche sein sollte. Wir hatten gut gegessen, gut geschlafen, der Whirpool von der dicken Villa war mit 40°c auch gut beheizt, das Wetter war für Englische Verhältnisse überragend, es war einfach eine richtig schöne Woche mit meiner Freundin. Natürlich hat man sich hier und da mal angezickt oder eine Meinungsverschiedenheit gehabt, aber das gehört dazu wenn man zusammen unter einem (großen) Dach wohnt. Und das reizt mich jetzt doch und ich muss ein paar Worte über das Haus verlieren, indem meine Freundin als Au-Pair in England arbeitet.
Es ist ein richtig geiles Englischen Landadelhaus, für englische Standarts super Modern eingerichtet und wer sich da über Platzmangel beklagt hat eindeutig einen am Sender. Ich meine, wer einen Dining Room wie aus dem Fernsehen nur für Weihnachten hat, der kann sich echt nicht beklagen. Doch das beste an der ganzen Butze ist der Garten. Für Kinder, Erwachsene und
alte Menschen ein Paradies. Der ist sicherlich an die 5000m² groß, englischer Rasen, mit einem Trampolin und einer Schaukel für die Kinder und ganz viel Natur. Hasen und Fasane und manchmal ein Reh mit inbegriffen. In einer großen Ecke ist der Pool und der Whirpool, der neben blauer Beleuchtung mit Wasserfesten Boxen und CD-Radio aufwartet. Geil!!!
Natürlich wäre es kein Englisches Haus, wenn es nicht überall zieht und man gefühlt ein eigenes Atomkraftwerk betreiben muss, um die Zimmer auf Temperatur zu halten. Was dann trotz horendem Energieaufwand nur bedingt klappt. Aber wie es aussieht, sind die hohen Rohstoffpreise in England noch nicht so das Thema, zumindest nicht bei der Au-Pair Familie meiner Freundin in Cambridge. Und dass die Engländer ein anderes Kältegespür haben scheint auch Fakt!
Aber was solls, ist im Moment nicht mein Problem. Zum Glück auch nur noch für 6 Wochen das meiner Freundin. Dann kommt sie nämlich endlich zurück. Irgendwie sind wir beide in England nicht wirklich glücklich geworden. Sie nicht bei ihrem Au-Pair Job, wo sie mehr Angestellte als Teil der Familie ist. Das macht auch nicht das geilste Haus der Welt (was es allerdings auch nicht ist) wet. Vielleicht sind wir einfach nur über unsere eigenen Erwartungen und Vorstellungen gestolpert, sind an die “falschen” Menschen geraten, oder haben uns einfach nicht mit der Englischen Mentalität abfinden können. Trotzdem frage ich mich des öfteren, was die so oft gepriesene feine englische Art ist und wo sie sich versteckt.


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