In weniger als einer Woche ist es soweit, wenn am 20 Januar mit Barack Obamas Amtseid ein Stück Geschichte geschrieben wird. Rund um das Capitol wird schon fleißig für die Amtsvereidigung geprobt. Die Tribünen stehen und die Karten für eben diese Plätze waren innerhalb einer Minute ausverkauft. Geschätzte zwei Millionen Menschen werden die Straßen zwischen Capitol und Weißem Haus säumen, um ein Blick auf den ersten afroamerikanischen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika zu erhaschen. Neben der Neugierde wird es auch ein Zeichen zwischen Sympathie und Erwartung sein, das die Menschen nach Washington treibt.

Zu beneiden ist Barack Obama trotzdem nicht. Sowohl Innen- als auch Außenpolitisch steht der kommende Präsident der Vereinigten Staaten vor den Problemen, die ihm sein Vorgängers George W Bush hinterlässt. Und die Liste der kommenden Aufgaben ist schier unendlich. Seien es Vermittlungsbemühungen für einen Waffenstillstand und weiterreichende Maßnahmen im Nahen Osten, ein Milliarden schweres Programm gegen die Wirtschaftprobleme im eigenen Land und damit verbundenen Signalen in die ganze Welt, über einen Truppenrückzug aus dem Irak und zeitgleichen Aufstockungen in Afghanistan, bis hin zur Schließung Guantanamos und Einhaltung der Menschenrechtskonventionen.

Die Erwartungen sind hoch an den sportlichen, charismatischen, für einen Präsidenten noch jungen Hawaiianer. Nicht nur aus amerikanischer Sicht! Viel Zeit zum eingewöhnen wird ihm daher wohl nicht gewährt.

Er sollte konkrete Pläne und Vorstellungen mit sich führen, wenn er nach Kanada zu seinem ersten Antrittsbesuch reist. Diesen Worten aber er auch Folge leisten und sich beeilen sie umzusetzen. Denn die Erde steht nicht still und es klaffen genügend Wunden die von Mr President geheilt werden wollen. Und zuletzt wird der Wähler ihm keinen Stillstand verzeihen.

Ob die Erwartungen der Amerikaner, aber vorallem von dem Rest der Welt zu hoch oder schlicht nicht zu bewältigen sind, wird sich in den nächsten Monaten bzw. Jahren herrausstellen. Wenn er es schafft, dürfte er zu einem gefeierten Helden aufsteigen. Wenn nicht, bleibt er einfach der erste schwarze President der USA. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

In diesem Sinne frohes Schaffen Mr Obama.