Verwirrt im Kopf!
Ich dachte eigentlich, dass es nach England ganz gut laufen wird. Erst stünde Weihnachten vor der Tür, meine Freundin ist da und wenn sie weg sein würde, wollte ich die Bekümmertheit in Motivation umwandeln, um einen Praktikumsplatz zu finden…liest sich doch alles ganz gut!
Ich habe sogar in meiner Motivation nach meiner ersten Nacht in meinem Bett morgens im Bademantel meinen Schrank nach gut zwei jahren repariert. Muss ein Bild für die Götter gewesen sein - ich im Bademantel mit Bohrschrauber, Hammer und anderem Werkzeug im Anschlag.
Doch nun ist meine Freundin weg und mit ihr die Motivation. An sich wollte ich loslegen; hinaus in die Welt und sie in meinen Besitz nehmen…hat nicht so ganz geklappt!
Aber wie soll ich auch die Welt in Besitz nehmen oder sagen wir es mal etwas realistischer, was vernünftiges auf die Reihe bekommen, wenn ich das noch nie in Eigenleistung geschafft habe? Ich geb doch schon auf bevor ich angefangen habe. Immoment geht meine Laune rauf und runter mit den Besucherzahlen meines Blogs. Und die Zahlen gehen echt rauf und runter, obwohl das Rauf nicht so hoch ist, wie das Runter tief. Meine Güte ich tu mir fast schon Leid. Nein, ich tue mir Leid!
Warum hat man mich denn nicht mal fallen lassen, warum wurde mir immer aus der Patsche geholfen? Irgendwie ist selbst diese Frage ein Armutszeugnis meiner Selbst, wenn ich die Menschen anklage, die mich unterstützt haben. Ich könnte kotzen!
Eigentlich sollte jetzt einer neben mir stehen und eine Ohrfeige verpassen.
Aber ich werde mich auraffen, gleich morgen. Ich werde mir einen Plan machen, nicht zu viel nicht zu wenig und ich werde ihn einhalten. Es kann doch nicht so schwer sein Din A4 Zettel zu falten, in einen Umschlag zu packen, adressieren und frankieren. Und dann werde ich sie in den Briefkasten werfen. 100 Meter muss ich laufen. Mal gucken ob ich renne.
Und danach? Lieber nicht in Selbstzufriedenheit verfallen, sonst muss ich noch mehr solch ekeliger Artikel schreiben.
Drückt mir die Daumen!


28. Januar 2009
[...] einigen Wochen habe ich den Artikel Verwirrt im Kopf geschrieben. Kein schöner und literarisch wertvoller Artikel, aber es war eben ein Ausdruck [...]