Ich mochte Schullektüren eigentlich selten, sie waren mir zu trocken, wirklichkeitsfremd oder wenn der Inhalt stimmte, wollte ich das Buch spätestens nach der fünften Interpretation nicht mehr sehen. Dies ist wohl auch der Grund warum ich die wenigsten vollständig gelesen habe, einige Bücher würde ich sogar noch als Neu bezeichnen, da ich sie augenscheinlich nicht einmal berührt habe.

Doch Bernhard Schlinks Roman Der Vorleser, war etwas womit ich mich gerne beschäftigt habe. Es war eine der wenigen Schullektüren die ich vor drei Monaten, als ich mein Zimmer von meiner Schulsammlung befreit habe, nicht in die Tonne gehaun habe. Es war das erste Buch, indem ich mich mit dem Hauptdarsteller Michael Berg indentifizieren konnte. Mag auch daran gelegen haben, dass es das erste Schulbuch war, welches geschrieben wurde, als ich schon gelebt habe!

Da ich mich wirklich mit dem Buch (gerne) auseinander gesetzt habe, bin ich auf den Film Der Vorleser (Originaltitel: The Reader), auf Bernhard Schlinks gleichnamigen Roman basierend, gespannt. Bisher konnte ich Menschen nicht so recht verstehen, welche sich nach einem guten Film echauffiert haben, dass dieser nicht vergleichbar mit dem Buch ist und sie im Endeffekt enttäuscht sind. Meine Lesefaulheit hat mich davor immer verschont, daher gab es für mich ein guten oder einen schlechten Film, basta!

Vielleicht wird sich dies mit der Roman Verfilmung ändern.

Die Besetzung lässt Großes erwarten, denn keine geringere als Kate Winslet (Titanic) spielt Hanna Schmitz. Dem Buch nach werden den Zuschauer viele Sex- bzw. Nacktszenen erwarten, Kate Winslet hat bisher in einem drittel ihrer Filme keine Scheu davor gehabt, ihre nackte Haut zu präsentieren daher scheint sie geradezu perfekt in diese Rolle zu passen. Die zweite Hauptrolle des Michael Berg werden sich David Kross (Knallhart) als junger Michael und Ralph Fiennes (Der Baader Meinhof Komplex)  als älterer Michael teilen. Desweiteren finden sich Namen wie Bruno Ganz  und Hannah Herzsprung (beide: Der Baader Meinhof Komplex), in dieser deutsch amerikanischen Verfilmung des britischen Regisseurs Stephen Daldry (Billiy Elliot). Auch ein Etat von 40 Milionen US-Dollar lässt einiges erwarten.

Es werden sicherlich viele Schulklassen in den Filmvorführungen ab dem 26.02.2009 zu finden sein. Es bleibt abzuwarten ob die Erwartungen erfüllt werden oder es am Ende nur eine Buchverfilmung unter vielen ist.

Ich werde euch an meiner Meinung Teil haben lassen, ob es sich um eine gute Buchverfilmung handelt, oder bloß um einen guten oder schlechten Film.

Zusätzliche Informationen findet ihr auf der Internet Movie Database & Wikipedia.